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Botschaftersaal

Der majestätischste Saal aller Paläste ist der Botschaftersaal (Salón de los Embajadores), wo sich der Thron befand und die offiziellen Empfänge stattfanden. 

Der Saal ist an einer Wand über einen Doppelbogen mit dem Barkesaal verbunden. Es ist ein quadratischer Raum mit 11,30 m Seitenlänge und 18,20 m Höhe. Der Boden war einst aus Marmor, doch heute besteht er aus kleinen Tonfliesen. In der Mitte ist das geflieste Wappen der Alamaren aus dem 16. Jahrhundert zu sehen. In den anderen 2,5 m dicken Wänden gibt es je drei Bögen, die in drei offene Kammern mit Zwillingsbalkonen und darüber liegenden Fenstern führen. 

Der Saal ist voll dekorativer Inschriften, in Nischen, auf Bögen, Wänden, in den Kammern, etc. finden sich überall Gedichte, Lobpreisungen auf Gott und den Emir, der Leitspruch der Nasriden sowie Korantexte. Eine solche Inschrift steht im Zierrahmen des Bogens der mittleren Kammer, der Thronkammer, und besagt:

"Hilf mir, Gott, Peiniger des Satans. 
Im Namen Gottes, der barmherzig ist und Erbarmen hat. 
Sei, Gott, Begleiter und Retter unseres Herrn Mohammed und seinen Nachkommen. 
Und sprich: Meine Hilfe sei die Wut Gottes und der Geister, die die Hölle zerstören. 
Und befreie mich vom Übel der Neider, wenn sie mich neiden. 
Und keine andere Gottheit lebt außer Gott, den wir ewig preisen. 
Lob dem Gott der Jahrhunderte."


Die mittlere Kammer ist am reichsten geschmückt. Außer der genannten Inschrift im Zierrahmen bedeckt eine geschnitzte Holzdecke mit Flechtornamentik die Kammer, die zudem mit einem Fayencemosaik und Stuck verziert ist. 

Um den Saal verläuft ein Mosaik aus glasierten Tonfliesen, die geometrische Formen bilden. Darüber bedecken wunderschöne Arabesken die Wand – geometrische und vegetabile Elemente wechseln sich darin harmonisch ab – die durch ein Gesims aus bemalten Stalaktiten abgeschlossen werden. Die Decke stellt die sieben Himmel des islamischen Paradieses mit dem Gottesthron im achten dar, der durch den mittleren, mit Stalaktiten verzierten Kubus repräsentiert wird. In den Diagonalen sind die vier Lebensbäume dargestellt. Die Kuppel ist eine Meisterleistung der Schreinerkunst. Sie besteht aus Zedernholztafeln mit Flechtornamentik, dem großen Kubus mit Stalaktiten in der Mitte und unzähligen Sternen, die so bemalt sind, dass es scheint, sie wären aus Perlmutt, Silber und Elfenbein. 

Durch diese Raumgestaltung war der zum Großteil im Halbschatten liegende Saal nicht nur angenehm kühl, auch das einfallende Licht erzielte große Wirkung und erhellte vor allem den Thron.

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